Bis 2024 hat der Jugendaustausch jedes Jahr stattgefunden. Derzeit ist er bis auf Weiteres ausgesetzt.
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Der Jugendaustausch steht jedes Jahr unter einem Motto und dementsprechend wird das Programm gestaltet. Neun Tage sind schnell vergangen, vor allem, wenn an jedem Tag eine neue Aktivität ansteht. So ein Jugendaustausch ist nicht einfach ein Urlaub, sondern es werden gewisse Erwartungen an Jugendbegegnungen gestellt, die man bei der Generierung von Fördermitteln auch belegen muss. Aber es macht ja auch Spaß, sich mit einem bestimmten Thema zu beschäftigen – und man kann dennoch oft genug am Badesee zu liegen.
Die Begegnung in 2024 stand unter dem Motto „Demokratie in Europa“. Dabei erfuhren die Jugendlichen und ihre Begleitpersonen viele interessante Einzelheiten zum Thema, von der kleinsten Einheit der Demokratie, der Kommune, bis hin zu den großen Entscheidungen auf europäischer Ebene. Bei der Begrüßung im Rathaus hatte Bürgermeister Alfred Kuhlmann die Entscheidungsgremien der Gemeinde vorgestellt und vom Demokratie-Fest anlässlich des 75 Geburtstages des deutschen Grundgesetzes berichtet. Bei einem von Julian Hülsemann und einem weiteren Kollegen von „Partnerschaft für Demokratie“ organisierten Workshop konnten die Jugendlichen nach einer Einführung in „Künstliche Intelligenz“ und die Macht der Verschwörungstheorien ihre eigenen „Fake News“ formulieren. In einem Planspiel konnte festgestellt werden, welche Herausforderungen es hinsichtlich der Organisationsstrukturen und der Versorgung mit Wasser, Energie und Lebensmitteln mit sich bringt, wenn die Stadt Vechta plötzlich durch Bewohner im Alter von unter 20 Jahren organisiert werden muss.
Bei einer Tagestour nach Bremerhaven war das „Klimahaus“ das Ziel. Nachdem in einem Zukunftslabor Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft spielerisch am Bildschirm getestet werden konnten, wurde anhand der interaktiven Ausstellung des „Klimahauses“ eine Reise um die Erde durch verschiedene Länder entlang des 8. Längengrades nachvollzogen. Der Klimaschutz spielte auch eine wesentliche Rolle bei einem Besuch des Naturschutz- und Informationszentrums (NIZ) „Haus im Moor“, wo Waldpädagogin Carola Freise bei einer Fahrt mit der Moorbahn und einer Führung die Bedeutung des Moores für den Klimaschutz sowie die seinem Schutz notwenigen Entscheidungen herausstellte.
Auch der Spaß in der Gemeinschaft kam nicht zu kurz. Ein Kochwettbewerb, eine Kanufahrt auf der Hunte, der traditionelle Wettkampf um den „Jugendaustausch-Wanderpokal“ sowie der deutsch-französische Abend in der Marienschule rundeten das Programm ab. Außerdem hatten die Jugendlichen ausreichend Zeit in en Familien, um sich besser kennen zu lernen.
2022 hatte das Orga-Team sich in der Vorbereitung auf „Herausforderungen unserer Zeit“ verständigt und dabei Workshops und Besichtigungen zu dem Themen Müllaufkommen und seine Problematiken sowie Diskriminierung und Chancen(un)gleichheit geplant. Einerseits Bilder von der Vermüllung der Meere zu sehen und andererseits in einem Upcycling-Workshop mit den Händen ausprobieren, was aus Müll entstehen kann. In Rollen zu schlüpfen, um zu sehen, welche Chancen sich einem bieten – oder eben auch nicht, wenn Geld, Bildung, Kontakte fehlen. In einem Kletterexperiment spüren, was man erreichen kann, wenn alle einen tragen.
Durch die Zusammenarbeit mit unterstützenden Organisationen, aber auch durch Konzepte, die in Eigenregie entstanden sind, konnten den Jugendlichen viele Erfahrungen ermöglicht werden. Damit ist auch eines der wichtigsten Zwecke des Vereins Salut Normandie e.V. erfüllt: „Der Auf- und Ausbau von persönlichen Freundschaften zwischen Bürgerinnen und Bürgern der Partnergemeinden, die Förderung des vorurteilslosen Zusammenlebens der Menschen aller Altersgruppen in den angesprochenen Beziehungen und das Kennenlernen der verschiedenen Kulturen in Freundschaft und Toleranz stehen bei den Aufgaben des Vereins im Vordergrund.“

Hier ein weiteres Beispiel vom Jugendaustausch zum Motto „Bürgerliches Engagement & Flüchtlingshilfe“ – ein Foto nach unserem Workshop mit allen Teilnehmern.

Weitere Aktivitäten während des Austausches reichen von Familientagen bis hin zu Städtebesichtigungen, Besuch von Museen, Freizeitparks, Schwimmbädern, Baden im Meer, Bowling und vielem mehr.
Das Programm wird jedes Jahr aufs Neue erstellt und von freiwilligen Helfern und Helferinnen unterstützt. Auch mit Ehrenamtlichen und Hilfsorganisationen arbeiten wir sehr gut zusammen.
An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle, die sich daran beteiligen!
Aber wir sehen auch gerne neue Gesichter, die sich engagieren und einbringen möchten. Ideen oder Vorschläge sind immer willkommen.
Insgesamt haben wir immer eine schöne Mischung aus Urlaub, Spaß, dem Sammeln von Erfahrungen und Dazulernen. Je nach dem, zu welchem Zeitpunkt die Fahrt stattfindet, sind auch schon mal besondere Programmpunkte vorgesehen.
Das Programm ist, wie gesagt, sehr vielseitig und stellt damit sicher, dass für jeden was dabei ist. Durch die private Unterbringung erlebt man das andere Land und seine Gewohnheiten direkt im Alltag. Abgesehen von den Familientagen (obwohl man auch hier häufig mit anderen Familien etwas zusammen macht) sind so gut wie alle Aktionen Gruppenaktivitäten, so dass man auch immer mit den anderen Teilnehmern zusammen ist.


